Der Garten

Der Garten ist unser zweites Wohnzimmer. Die alten Häuser Pellworms stehen alle auf Warften oder ehemaligen Deichen. Doch unser Haus steht auf einem alten Deichausläufer. Der Garten ist deshalb nur leicht Abschüssig. Das hat den Vorteil, dass beinm Ballspielen, die Bälle sich nicht verselbständigen, sondern dort bleiben wo man sie hinschiesst. Ausserdem können die Tische und Liegen ohne Absturzgefahr an jede Stelle des Gartens gebracht werden. Je nachdem, wie Sonne und Wind es einem nahe legen. In dem Schuppen, den man rechts im Bild sieht, sind Fahrräder und Sand- bzw. Strandspielzeug untergebracht. Ein paar Reservestühle sind dort gelagert und das, was man so an Werkzeug braucht. Im Schuppen arbeitet auch die Heizung und die Technik unserer Kleinkläranlage

Wo man sich im Garten einen Platz zum Essen sucht, sagt einem meistens der Wind. Ein Wunderschöner Platz ist ganz unten am Garten bei dem großen Apfelbaum. Dort hat man Blick auf das Innenland von Pellworm. ein Platz, umd die Weite zu genießen. In der Ferne sieht man den einen oder anderen Hof, doch sonst ist es nur grün und blau. Manchmal kommen einen auch die Bullen dort besuchen, doch der Graben stellt glücklicherweise ein unüberwindbares Hinderniss dar. Für den Frühstückstisch haben wir gute Erfahrung an der Ostseite bei unserem kleinen Pflaumbaum gemacht. Rechts im Bild sieht man ihn. Der kleine Pflaumbaum ist der Nachfolger eines alten ehrwürdigen Pflaumbaumes, von dem mancher der heutigen pellwormer Senioren früher Pflaumen stibitzte, so wurde mir erzählt. Doch der Baum hörte auf zu tragen und wir fällten ihn. Im nächsten Jahren waren an derselben Stelle ganz viele Sprößlinge. Meine Frau ließ beim Rasenmähen einen stehen. Hegte und pflegte ihn, heute trägt er wieder Früchte und wer zur rechten Zeit dort Urlaub macht, darf ernten. Das gilt natürlich auch für unsere Apfelbäume. Wer zur Erntezeit dort ist, darf sich nehmen, was er vor Ort brauchten kann.

Unsere Kinder spielen von Frühjahr bis Herbst immer wieder in der Sandkiste. Sandspielzeug findet sich immer irgendwelches. Wenn auch noch der Cousin und die Cousine dazu kommen wie hier zu sehen ist, dann ist es etwas eng in der Sandkiste, doch das fördert nur die Fähigkeit sich zu koordinieren. Wenn es gelingt, bis nach unten zu buddeln, stößt man auf alte Platten, die der Deckel unserer Zisterne sind. Also bitte nicht tiefer bohren. Die Zisterne ist aus den 40er Jahren als Pellworm noch kein fließend Wasser hatte, und das Regenwasser von den Dächern aufgefangen wurde. Dies Wasser war das normale Brauchwasser - unser heutiges Leitungswasser.

Der Garten ist umfriedet von einer großen Hecke. Wir sind bemüht, sie so dicht zu halten, dass keine Kinder nach draußen schlüpfen können. Doch das ist leichter gesagt als getan. Wenn man die Bilder genau betrachtet, ist zu erkennen, wie sich das Mauerwerk über die Jahrhunderte hinweg gedreht hat. Die Mauern waren ursprünglich in Lehm gesetzt. Die ganze Wand hat sich in seiner Form dem gebeugt wie Wind und Untergrund sie haben wollte.
An der Westseite findet sich der Stellplatz für das Auto. Er ist bewußt auf dem Grundstück. Denn wenn man durch das Tor gefahren ist, macht man das hinter sich zu und anschließend kann man ungestört die Kinder und das Gepäck ausladen. Während die Kinder den Garten und die Kletterbäume erforschen kann man selber ausräumen ohne einen Blick auf die Straße werfen zu müssen. Tor zu und man ist im kleinen Paradies.